Im September 1998 habe ich an einem von pro international organisierten Workcamp in Nepal teilgenommen. Diese Workcamps dienen weniger dem Ziel der Entwickulungshilfe, sondern vielmehr der Förderung des Verständnisses und des Respekts für andere Kulturen. Vor Ort werden sie von einheimischen Partnerorganisationen durchgeführt und betreut. In meinem Fall wurden wir im Haus einer nepalesischen Familie in einem Dorf außerhalb Kathmandus untergebracht, wo wir am normalen täglichen Leben teilnahmen. Das bedeutet z.B. um sechs Uhr morgens aufzustehen, beim Kochen zu helfen, oder Geschirr zu spülen, was dort am Brunnen vor dem Haus erledigt wird; und das ist schon ein großer Luxus verglichen mit dem üblichen Lebensstandard. Während der drei Wochen, die wir zu Gast waren, gab es wenige Workcamp-typische Tätigkeiten zu erledigen. So besuchten wir z.B. Schulen, um dort Englischunterricht zu halten oder halfen bei der Bepflanzung eines Hügels. In der Hauptsache unternahmen wir jedoch zusammen mit unseren Gastgebern Ausflüge zu verschiedenen Orten im Kathmandutal, wo wir einen Einblick in die stark religiös geprägte nepalesische Kultur erhielten. Im Anschluß an das Workcamp steht es den Teinehmern frei, auf eigene Faust das Land zu bereisen. So fuhren wir alle zusammen nach Pokhara (siehe Karte, 47 KB), von wo aus einige zu einem Trek in die Berge aufbrachen, während ich wegen des Semesterbeginns wieder nach Deutschland zurückkehrte. Die Zeit in Nepal habe ich, v.a. wegen der freundlichen Menschen als wunderschön empfunden und ich möchte irgendwann wieder dorthin reisen. | ||||